Es gibt zwei Bilder, die man vor sich hat, wenn man an das Zimmer einer zwölfjährigen denkt. Das ist einfach so. Das erste ist ein wunderschön gestaltetes, toll aufgeräumtes Rosarote-Zauberfee-Blumenprinzessinnen-Zimmer mit Fotopostern von zuckerbunten Cinderellas in Spitzenkleidern. Das zweite ist das Zimmer, wovor sich die Eltern fürchten – unaufgeräumt, die Wände mit Fotopostern von Pop- und Rapstars beklebt und schmutzig. Doch eins haben beide gemeinsam – Fotoposter. Warum? Warum fahren sowohl Porzellanprizessinnen als auch Rappermädsche auf Wände voll Fotoposter ab? Die Antwort ist ganz einfach, wie immer bei solchen Themen. Sie bekleben ihre Zimmer deshalb mit Fotopostern weil sie denken, es sieht gut aus. Ebenfalls möchten sie damit anderen, das heißt vor allem Freunden, und nicht unbedingt Verwandten, zeigen, für was sie sich interessieren, was sie in der Freizeit machen. Dazu benutzen sie eins der wirkungsvollsten Medien – einfache Fotoposter. Damit machen sie Werbung für sich und Werbung für das, was auf dem Fotoposter zu sehen ist, denn Teenager ändern gerne mal die Richtung, wenn es um Sachen wie Musik, Klamotten und Konsorten geht.
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